Die Zahl neuer Online-Shops wächst unaufhörlich. Das bedeutet einerseits, dass Internetuser mehr Auswahl haben als je zuvor, andererseits aber auch, dass das Risiko, an einen unseriösen Händler zu geraten, steigt. Im folgenden Beitrag haben wir ein paar wichtige Punkte zusammengefasst, auf die Sie beim Online-Shoppen achten sollten bzw. selbst in 2017 noch immer achten müssen!

1. Anbieterkennzeichnung
Bietet der Händler im Impressum eine vollständige Anbieterkennzeichnung? Dazu gehören der volle Name des Verantwortlichen sowie die vollständige Anschrift des Unternehmens, weitere Kontaktinformationen (Telefonnummer, E-Mail, Fax), die Gewerberegister und Gewerberegisternummer, der Unternehmensname und Rechtsformzusatz, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und je nach Angebot auch die Angabe der Aufsichtsbehörde (z. B. bei einer Netzapotheke).
2. Der Endpreis
Ist das angepriesene Schnäppchen auch wirklich eines? Zu günstige Angebote haben oft einen Haken! Seriöse Online-Händler werden den Endpreis inklusive aller Versand- und Zusatzkosten deutlich angeben. In den letzten Jahren haben sich viele Shops dazu entschieden, Versandkosten sogar komplett zu streichen. Einige unseriöse Händler versuchen jedoch noch heutzutage an Versandkosten Geld zu verdienen.
3. Lieferzeitraum
Gibt der Internet-Shop einen Liefertermin an? Tut er das nicht, lassen Sie sich vor einer Bestellung eine Bestätigung des Liefertermins schicken.
4. Welche Zahlungsmethoden werden unterstützt?
Sind Rechnungskauf und Zahlung per Nachnahme dabei, arbeitet der Händler in der Regel „ordentlich“. Besteht er auf Vorkasse oder Kreditkartenzahlung ist er nicht weniger vertrauenswürdig, solange Ihre Bankverbindung bzw. Kreditkartennummer verschlüsselt an den Web-Store übertragen wird. Dies können Sie am „https“-Beginn der Internetadresse sowie einem Schloss- oder Schlüssel-Symbol in Ihrer Browserleiste erkennen.
5. Datenschutz
Ein aufrichtiger Online-Händler schützt Ihre Daten vor Missbrauch. Das bedeutet, er nutzt sie nur für die Bestellabwicklung. Diskretion lässt sich zum Beispiel auch an der Bestellbestätigung ablesen: In dieser sollten bestimmte Elemente Ihrer Bankverbindung ausgespart worden sein.
6. Rechtliche Pflichten
Bevor Sie bestellen können, müssen Sie über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Ihr Widerrufsrecht belehrt werden. Vor Abschluss der Bestellung muss ein Button darüber informieren, dass Sie einen verbindlichen Kaufvertrag abschließen. Der Gesetzgeber verlangt, dass neben diesem noch einmal der volle Preis und etwaige Produktmerkmale aufgeführt werden.
7. Bewertungen
Positive Bewertungen auf der eigenen Domain sagen nichts über die tatsächliche Leistung des Online-Shops aus. Diese werden leider oftmals manipuliert. Rufen Sie lieber bei der Hotline an oder schreiben Sie dem Anbieter eine Mail, um zu prüfen, wie dessen Kundenservice reagiert. Möchten Sie dennoch auf Bewertungsportale zurückgreifen, nutzen Sie objektive Plattformen wie internetseiten.de.
8. Gütesiegel
Halten Sie nach Gütesiegeln Ausschau. Wenn der Online-Shop über die Auszeichnungen „Trusted Shops“, „TÜV Süd Safer Shopping“, „Internet Privacy Standards“ oder „Geprüfter Online-Shop“ verfügt, können Sie Ihre Bestellung normalerweise guten Gewissens aufgeben. Klicken Sie auf ein Siegel um zu sehen, ob es auch tatsächlich echt und aktiv ist. Das erkennen Sie daran, dass Sie auf die Website des Siegelanbieters geleitet werden, in welcher der Online-Shop sowie sein Siegelstatus genannt sind.

Wenn Sie diese Hinweise beachten, werden Sie beim Online-Einkauf viel wahrscheinlicher bekommen, was Sie geordert haben – und zwar pünktlich zum Termin, ohne versteckte Mehrkosten und bestenfalls zum günstigen Preis!

 

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